Saftbiergulasch

SaftbiergulaschBisher hatte ich das Kochen mit Bier nicht so auf dem Zettel. Wein war in der Küche angesagt, den habe ich oft und gerne in alle möglichen Gerichte reingetan. Jetzt entdecke ich nach und nach, dass man vom Salatdressing bis zum Dessert auch Bier als Geschmackszutat verwenden kann. Mein persönliches bisheriges Highlight: Bier im Saftgulasch! 

Mein Schwager ist schuld, dass ich jetzt auf diesen Trend aufspringe. Er hat mir zu Weihnachten das Craft-Beer-Kochbuch geschenkt, aus dem ich schon dies und jenes ausprobiert habe. Ich kann das Buch jetzt hier nicht kenntnisreich rezensieren, dafür dilettiere ich in der Küche zu sehr. Aber ich kann sagen, dass ich begeistert war von den enthaltenen Rezepten, die ich ausprobiert habe. Und außerdem habe ich Ideen erhalten, welche Biere in welche Art von Gerichten passen.

Gerade bin ich dabei, meine Lieblingsrezepte auch zum Teil mit Bier zu verfeinern oder den enthaltenen Wein durch Bier zu ersetzen. Mir schmeckt’s! Besonders geschmeckt hat mir neulich, als ich mein bewährtes Saftgulasch mit Bier ergänzt habe, genauer gesagt, mit einem Porter namens „Dunkle Macht“ der superneuen Brauerei Hopperbräu aus Hamburg.

Das Gulasch wurde durch das enthaltene Dunkelbier nochmal substanzieller, ich versteige mich zur Behauptung, dass das Fleischaroma durch das Bier mehr herausgekitzelt wird. Keine Sorge, das hier wird kein Kochblog, ich werde euch nach wie vor mit allerlei irrelevanten und nutzlosen Infos rund ums Biertrinken, nicht ums Bieressen versorgen. Aber wer das nachkochen möchte, wird ein feines Saftgulasch essen.

Biersaftgulasch (4 Personen; Zeitbedarf ca. 6 Stunden)

  • 1,5 kg Rindergulasch (ich nehme Fleisch aus der Nuss)
  • 1 kg Zwiebeln
  • 4 EL Rapsöl
  • 4 EL Tomatenmark
  • 4 EL Paprikapulver (edelsüß)
  • 5 Knoblauchzehen
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 EL Majoran (getrocknet)
  • 1/2 TL Kümmel
  • Salz, Pfeffer
  • 1/8 Liter Essig
  • 150 ml dunkles, nicht bitteres Bier (Stout oder Porter)
  • 1 EL Zuckerrübensirup
  • 1 Glas Rinderfond
  • ca. 2,5 Liter Wasser

Zwiebeln glasig dünstenKnoblauch sehr fein hacken, Zwiebeln fein würfeln, Fleisch in große Würfel schneiden (ca. 4 cm „Kantenlänge“). In einem großen Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln langsam und nicht zu heiß goldgelb dünsten  (20 Minuten).

Wacholderbeeren, Kümmel, Majoran, Salz und Pfeffer dazugeben und etwas mitrösten. Dann folgt das „Paprizieren“: Paprikapulver einrühren und kurz mit anrösten (nicht zu heiß machen, sonst wird das Paprikapulver bitter, aber genug, damit es etwas karamelisiert). Ca. 1 Minute paprizieren, dann Bier, Essig, Tomatenmark, Knoblauch und Zuckerrübensirup zugeben. Umrühren, 20 Minuten einkochen lassen.

Mit dem Fond aufgießen und das Fleisch dazugeben. Das Fleisch sollte gerade so bedeckt sein, gegebenenfalls noch etwas Wasser reinschütten, damit das der Fall ist. Ganz leicht köcheln lassen. Je länger, desto besser, mindestens 3 Stunden, optimal sind 5 Stunden. Immer wieder umrühren, aber vorsichtig, damit das Fleisch nicht über die Maßen zerfällt. Jedesmal, wenn die Flüssigkeit eingekocht ist, etwas Wasser aufgießen (das wird 2 – 3 Mal der Fall sein). Zuletzt warten, bis die Konsistenz richtig sämig wird.

KochbierDie irrwitzig lange Kochzeit bedingt, dass man während des Kochvorgangs allerlei Kochbiere zu sich nehmen kann. Highlight der Kochbiere beim vorigen Gulaschkochen: Aascher Hausbier, dazu demnächst mehr.

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3 Antworten zu Saftbiergulasch

  1. Christian Buggisch schreibt:

    Ein Ascher Hausbier steht bei mir auch noch im Kühlschrank … Und kannst gerne mehr kochen und bloggen :-)

    • Athanasius Katz schreibt:

      Naja, mal sehen. Ist schon so, wie ich schreibe, dass ich mich aufgrund mangelnder Fertigkeiten und Kenntnisse in der Küche nicht wirklich in der Lage fühle, publikablen Content zu liefern. Ich lese den einen oder anderen Kochblog, und was da an originellen Ideen, bemerkenswerten Zutaten und schöner Foodporn-Fotografie zu sehen ist, übersteigt meine diesbezüglichen Möglichkeiten.

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