Die Neuordnung der Länder aus Biertrinkersicht

Föderalismusreform jetzt! Neuordnung Bundesländer aus BiertrinkersichtAnnegret Kramp-Karrenbauer hat das Thema heute wieder aufs Tapet gebracht. Der Bundesländer sind’s zu viele, die Kleinen haben kein Geld, die Großen und Reichen die Schnauze voll vom Zahlen. Ich habe mich flugs an den Rechner gesetzt und eine neue Länder-Ordnung entworfen. Und ich sage: richtig! Es braucht nur sieben Länder, wenn man das einzig Sinnvolle tut. 

Beschreibung der neuen Länderordnung

Das einzig Sinnvolle ist natürlich die Aufteilung nach Bier! Fast die gesamte Nordhälfte Deutschlands ist für den Biertrinker eindeutig Pilsland (Ausnahme: die Stadtstaaten, dazu s.u.). Hierzu gibt es nichts weiter zu sagen, weil das Gose-Bier und auch das Schwarzbier natürlich verboten werden.

Die bisherigen Bundesländer Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz bilden den größten Teil des neuen Bundeslandes Weinland. Bier gibt es hier sowieso kein vernünftiges, das ist der Beweis, dass es dieses Land braucht. Ebenfalls zu Weinland gehören – logisch – Unterfranken (mit Ausnahme des Landkreises Hassfurt), das südliche Hessen und das bisher nordrhein-westfälische Ahrtal.

Drei Stadtstaaten wird es weiterhin geben, allerdings werden Hamburg und Bremen abgeschafft, weil die im Pilsland besser aufgehoben sind (Bremen steht wegen Beck’s sowieso kurz vorm Verbot). Andere Städte haben hingegen den Länderstatus verdient, weil sie sich durch Biertradition (Köln und Düsseldorf) oder durch Bierinnovation (Berlin) einen Namen gemacht haben.

Der geschickteste Schachzug von mir war es natürlich, das heutige Bayern zu teilen. Ist sowieso viel zu groß, schaut euch doch bitte mal die aktuelle Deutschlandkarte an. Unterfranken wandert nach Weinland ab, die Oberpfalz muss wegen des Zoigls eindeutig zur Vielfalt der fränkischen Bierszene gerechnet werden. Da der Zoigl mit das beste Bier überhaupt ist, muss sich das auch im Ländernamen niederschlagen, indem das Bundesland Frankenpfalz heißt. Ganz aufmerksame Landkartenbetrachter, dies der Vollständigkeit halber, dürften bemerkt haben, dass die südlichsten Landkreise Thüringens (Kommunbräu!) und der Altlandkreis Eichstätt bei der Frankenpfalz sind (letzterer nicht wegen des Bieres, sondern weil man ihn den Franken 1972 weggenommen hat).

In ihrem Baiern da unten können sich Ober- und Niederbaiern bei schönem Hellen und sprudeligem Weizen die Zeit vertreiben. Leid tut es mir nur um die (bayerischen) Schwaben. Aber sorry, Leute, zu Weinland passt Bayerisch-Schwaben auch nicht, ihr müsst bei den Baiern bleiben.

 Finanzielle Vorteile, Gerechtigkeit, Frieden

Man beachte die finanziellen Vorteile: Aus 16 Ländern werden 7. Die ärmsten Schlucker sind Geschichte, Bremen und das Saarland verschwindibus. Das wollen doch immer alle. Berlin allerdings muss natürlich als Stadtstaat erhalten bleiben, weil es erstens ganz wundervolles Bier gibt, ich sage nur 24 Brauereien! Und außerdem pumpt jeder normale Staat irre viel Geld in ein Faß ohne Boden mit Namen Hauptstadt. Pilsland sollte es doch bitte aufgrund seiner Größe schaffen, auf eigenen Füßen zu stehen. Wenn das Land Beck’s verbietet, gelingt ihm das bestimmt! Zudem sind zwei schwelende Konflikte gelöst: Bayern und Franken sowie Köln und Düsseldorf sind keine eitrigen Wunden der deutschen Landkarte mehr.

Ihr seht: Geht doch, wenn man will! Ich werde die Neu-Einteilung in der Politik zur Sprache bringen.

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7 Antworten zu Die Neuordnung der Länder aus Biertrinkersicht

  1. Sven schreibt:

    Das Bitburg dem Weinland zugeordnet ist finde ich angesichts der Plörre, die dort hergestellt wird ind Ordnung. Leid tut es mir aber doch um die Brauereien im Schwarzwald: Waldhaus, Alpirsbacher, Rothaus usw.

  2. Pingback: Results for week beginning 2014-10-20 | Iron Blogger Berlin

  3. Melanie Hübner schreibt:

    Ich kann mich meinem Vorredner wirklich nur anschließen, besonders um Rothaus wäre es schade. Aber Hamburg hat ja zum Glück noch Astra, das die Stadt retten kann. Aber auch im Pilsland gibt es Biersorten, die einfach nur verboten gehören. Paderborner, um nur ein Beispiel zu nennen..
    Grüße aus dem Passeiertal

  4. Tom schreibt:

    Also die Gose muß man jetzt aber nicht wirklich verbieten, weil die trinke ich schon noch ganz gerne! :)

  5. Jan schreibt:

    Pah! 24 Brauereien = wundervolles Bier? Habe in Berlin schon so viel Mist getrunken, dass denen dort eigentlich das Brauen verboten gehörte (und mir das Trinken). Die historische Schultheiss-Kindl-Schuld muss sowieso getilgt werden!

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