Die Tiergartenquelle

Die Tiergartenquelle unter der Berliner StadtbahnDie Tiergartenquelle ist, dieses Wortspiel sei hier gestattet, ein steter Quell der Freude für den Biertrinker. Nicht nur, dass es süffigstes Lemke vom Fass gibt, auch das Essen und das Ambiente passt. Ich sah mich gezwungen, diesen Artikel in die Kategorie „Die ideale Wirtschaft“ einzusortieren. 

Als früher noch Züge nach Westdeutschland am Bahnhof Zoo ankamen und abfuhren, haben Wuhrzel, Andreas und ich uns gern die Wartezeit in der Tiergartenquelle verkürzt. Mehrfach mussten wir wegen Versumpfens einen späteren Zug nehmen (so etwas wie Zugbindung gab es damals noch nicht). Denn in der Tiergartenquelle zu versumpfen, passiert schnell mal, man kann sich dagegen überhaupt nicht wehren. Das liegt am hervorragenden Lemke-Bier, aber auch am einmaligen Ambiente.

Die Räumlichkeiten der Tiergartenquelle befinden sich in einem S-Bahnbogen unterhalb der Stadtbahn, letztlich genau unter dem Bahnhof Tiergarten. Die Züge rattern also über die Gäste hinweg. Drinnen sieht es aus wie in einer Eckkneipe, wenn auch der Tresen im Verhältnis zur Größe der Gasträume eher kurz geraten ist. Das Essen ist hervorragend, bei einigen Gerichten tut man gut daran, sie sich zu zweit zu teilen, da die Portionen sehr schön reichlich ausfallen. Der Service bricht auch dann nicht zusammen, wenn die Wirtschaft voll ist. Und zu guter Letzt gibt es über die Straße einen sehr schönen Biergarten. Ich habe lange überlegt, aber ausnahmsweise habe ich tatsächlich mal gar nichts zu meckern. Die Tiergartenquelle ist eine ideale Wirtschaft und ein perfektes Großstadtrückzugsgebiet.

Das Lemke-Bier könnte man direkt mit der S-Bahn hierher transportieren, zumal eine der Lemke-Braustätten unter einem anderen Stadtbahnbogen liegt. Das Pils ist außerordentlich gut gezapft und kommt schön trocken und hopfig daher. Das „Lemke Original“ schmeckt mir nicht mehr so gut wie früher. Das liegt aber daran, dass sich mein Geschmack gewandelt hat und ich zur Zeit auf die weniger malzigen Biere stehe.

Fazit: Ohne Wenn und Aber zu empfehlen! Meiner Meinung nach macht es „Siemens-Dieter“ genau richtig. Der Stammgast sitzt seit sage und schreibe 1986 jeden Abend in der Tiergartenquelle. Sein Stammplatz ist duch ein wohlverdientes Messingschild dauerhaft reserviert.

Dieser Beitrag wurde unter Berlinbier, Biergarten, Die ideale Wirtschaft, Essen, Hach, wie schön wars damals! abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Die Tiergartenquelle

  1. kormoranflug schreibt:

    Ein Stück Berliner Heimat.

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  3. Pingback: Die Berliner Tiergartenquelle

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