Berlinisch Franken: Brauhaus Bohnsdorf

Die Terrasse vom Brauhaus Berlin-BohnsdorfBohnsdorf ist so ein Stadtteil, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dort gibt es nichts zu sehen, die Bohnsdorfer wohnen halt dort. Ich wäre nie und nimmer draufgekommen, nach Bohnsdorf zu fahren, wenn es nicht das Brauhaus gäbe! Und ich werde wieder hinfahren, denn dieses ist die lange Reise zum Stadtrand wert. 
Ganz ganz ganz in den Südosten Berlins kommt man eigentlich nicht, die übliche Endstation für Ausflüge dürfte Köpenick sein. Außer man kennt Leute, die ganz gezielt und bewusst dorthinfahren, um dem Bier im Brauhaus Bohnsdorf zuzusprechen.

Eingang ins Brauhaus Berlin-BohnsdorfSeit 2008 gibt es die Brauerei in einem Einfamilienhauswohngebiet, in dem man nie und nimmer mit einem Brauereigasthof rechnet. Mit dem Fahrrad ist es von meiner Wohnung ganz schön weit. Google Maps sagt, dass es knappe 30 Kilometer sind. Man kann sich also vorstellen, dass ich einen ordentlichen Durst hatte, als ich dort ankam. Das Wetter war schön, wir nahmen auf der Terrasse Platz. Und hatten alsbald jeder ein Helles vor sich stehen.

Das Helle vom Brauhaus Bohnsdorf

Brauhaus Bohnsdorf HellesDie Farbe gefiel mir ausnehmend gut, wenn ich auch beim Anblick des Hellen die Sorge hatte, es könnte sich um Gasthausbrauereiplörre handeln. Schon die Nase deutete auf Fruchtaromen hin, was sich im Mund deutlich bestätigte. Das Helle ist zwar ein untergäriges Bier, schmeckt aber deutlich in die Richtung obergärig. Nicht so sehr in die Richtung Weizen als vielmehr in die Richtung Pale Ale.

Mir war das Bier einen Ticken zu süß, was aber bei der schönen Hopfigkeit nicht schlimm war. Das Ganze baut auf solides Malz auf, insgesamt wäre das Helle auch auf einem oberfränkischen Keller vorstellbar.

Ich bin ein großer Freund dieses neumodischen Craftbeers, das es allenthalben in Berlin gibt. Aber so insgesamt ist der Katz hinter so einem unaufgeregten Hellen in einem gemütlichen Gasthof dann doch besser aufgehoben. Das Dunkle wollte ich übrigens auch probieren. Es war aber leider gekippt, so dass sich hierzu keine Aussagen treffen lassen.

Der Brauereigasthof

Am Ostermontag gab es keine Speisekarte, sondern Osterbrunch-Buffet, das wir jedoch nicht genommen haben. Insofern kann ich über die Speisen nichts schreiben. Meine Freunde versicherten mir aber glaubhaft, dass das Essen hervorragende Hausmannskost sei. Die Innenräume sind gemütlich und noch knapp unterhalb des Dekorationsunfalls. Chefin und Bedienungen überaus freundlich, es mangelte nie an Nachschub.

Fazit

Weitab vom Schuss Bier zu vernünftigen Preisen zu trinken und dazu inhaberzubereitete Hausmannskost zu essen, ist fast wie in Franken. Ich bezeichne daher Bohnsdorf künftig als Berlinisch Franken.

Weitere Informationen

  • Buntzelstraße 89, 12526 Berlin, Tel.: 030 /676 79 13, http://www.brauhaus-bohnsdorf.com
  • Öffnungszeiten Restaurant: Montag – Sonntag 11:30 – 22.00
  • Öffnungszeiten Bierbar : Montag – Freitag 17:00 – 23:00 Uhr, Samstag 15:00 – 23:00, Sonntag 14:00 – 23:00 Uhr
  • Dienstag Ruhetag

 

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2 Antworten zu Berlinisch Franken: Brauhaus Bohnsdorf

  1. Frau Tonari schreibt:

    Hach, und demnächst *räusper* mit Flughafenanschluss ;-)

  2. Pingback: Results for week beginning 2014-04-21 | Iron Blogger Berlin

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