Biernotiz: Schattenhofer Hirsch

Schattenhofer Hirsch helles LagerbierIch möchte es den geschätzten Nachbarironbloggern Christian und Dirk ähnlichtun und eine Miniatur-Abteilung hier aufmachen, die ich „Biernotizen“ nennen werde. Erstes Bier, das in meiner neuen bloggologischen Kleinform vorgestellt wird, ist das Schattenhofer hell aus Beilngries. 

Warum die Biernotizen?

Einige Biere geben nicht genug her, um einen längeren Beitrag darüber zu schreiben. Das liegt nicht daran, dass sie schlechter oder öder sind als andere Biere, sondern zum Beispiel daran, dass ich keine Anekdoten damit verbinde, den Brauereigasthof nicht besucht habe und dergleichen. Dennoch wäre es schade, nicht über sie zu schreiben, weil zunächst natürlich jedes Bier das Recht hat, als solches wahr- und ernstgenommen zu werden.

Schattenhofer Hirsch – helles Lagerbier

Ich muss als Kind schon einmal dortgewesen sein, da mein Herr Vater das Schattenhofer durchaus geschätzt hat. Leider sind alle Erinnerungen an einen Brauereigasthof völlig verflogen, so dass ich mich hier auf den Geschmack des neulich von Wuhrzel Dienstbier mitgebrachten Hellen konzentriere:

Beim Schattenhofer in Beilngries braut man mit dem Hellen sozusagen ehrliche Hausmannskost. Allerlei Geschmacksnoten kommen erst in der Nase und dann auf dem Gaumen an: Der Geruch erinnert an Heu, beim Geschmack dominiert eine feine grasig-fruchtige Note. Der Hopfen ist spürbar vorhanden, das Malz gibt dem Bier zwar Substanz, tritt aber, das ist für ein Helles nicht ungewöhnlich, eher in den Hintergrund.

Ich versteige mich noch zu einer geographischen Analogiebildung: Beilngries liegt in Oberbayern, aber hart an der Grenze zu den Bezirken Mittelfranken und Oberpfalz. Die Biervorzüge dieser Gebietskörperschaften sind bei gutem Willen alle im Schattenhofer wahrnehmbar: der Körper eines fränkischen Dunklen, die Herbheit der Ostbayerischen Hellen und die etwas verspielte Fruchtigkeit eines Festbiers aus Oberbayern.

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2 Antworten zu Biernotiz: Schattenhofer Hirsch

  1. Carsten schreibt:

    Beilngries kenne ich eigentlich nur vom durchfahren zur nahe gelegenen Kratzmühle. :-)
    Obwohl, ich war in Beilngries auch schonmal gut essen.

  2. Sven schreibt:

    Kann man auch bei euch in Nürnberg kaufen. An Sedat Kudals Tankstelle. Mit hat der „Schattenhofer Hahn“ besser geschmeckt. Anscheinend hat die Brauerei eigene Hopfenbauern aus dem Nachbardorf Kaising unter Vertrag.

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