Eine Stufe hopfiger: Brooklyn Brewery

In der Brooklyn-BreweryAnalog zur ersten Station der Einwanderer in früherer Zeit soll New York die erste Station hinsichtlich der Einzelkritik von Bieren in den USA sein. Genauer gesagt Williamsburg in Brooklyn, woher die wundervoll gehopften Biere der Brooklyn Brewery stammen. 

Kurze Geschichte der Brooklyn Brewery

Was für ein Glück, dass es in den arabischen Staaten kein Bier gibt. Was das mit der Brooklyn Brewery zu tun hat? Eine Menge! Auf der (übrigens recht informativen und auch hübsch gemachten) Website ist zu lesen:

In 1984, Associated Press correspondent Steve Hindy returned from a six-year stint in the Middle East […]. Hindy had caught the homebrewing bug from diplomats stationed in Islamic countries like Saudi Arabia and Kuwait where alcoholic beverages were forbidden.

Brewers Row - anderer Name der 11. StraßeKurz: Der Durst war groß, es gab kein Bier, also schaffte man sich Braufähigkeit drauf. Seit 1988 wird gebraut, erst in upstate Utica, seit 1996 in Williamsburg. Es gibt eine schöne Gaststätte (Achtung: seltsame Öffnungszeiten) und man kann die Brauerei in einer aufschlussreichen und kurzweiligen Führung besuchen (weitere Informationen unter brooklynbrewery.com).

Die Biere

Brooklyn Brewery IPAIch habe nicht alle Sorten probiert, aber diejenigen, die ich getrunken habe, waren durch die Bank prächtiges Craft-Beer. Alle Sorten sind ziemlich stark gehopft. Ich fasse das mal so zusammen: Das Lager kommt daher wie ein Ale, das Ale wie ein Pale Ale und das Pale Ale wie ein IPA. Der Gipfel der Hopfigkeit ist das East India Pale Ale, dessen Bitterkeit zwar ausgeprägt ist, aber durch eine ausgeprägte Fruchtnote (Grapefruit, Zitronengras) aufs Angenehmste entschärft wird. Eines der besten IPAs, die ich jemals getrunken habe!

Brooklyn Brewery - Blick auf Midtown ManhattanDer Klassiker ist das Brooklyn Lager, das erfreulicherweise in vielen Lokalen New Yorks erhältlich ist. Wie oben geschrieben: Für ein Lager ist es ziemlich hopfig, und leichte Fruchtnoten machen es zum Beinahe-Ale. Ein wundervolles Bier für den Alltag, es läuft, und der einzige Nachteil daran ist, dass man nur 0.3 Liter in der Flasche hat, wenn man es nicht aus dem Fass bekommt.

Neben dem Dauersortiment gibt es einige saisonale Biere, aus denen ich das Summer Ale herausheben möchte: Das letzte Mal, als ich in New York war, hat es gemessene 38 Grad gehabt, wer mich kennt, der weiß, dass das weit jenseits der Katzschen Wohlfühltemperatur ist. Aber ich habe die Hitze überlebt, und daran war das Summer Ale der Brooklyn Brewery nicht ganz unbeteiligt. Geruch und Geschmack gehen deutlich über die Fruchtigkeit eines Pale Ales hinaus, ohne dass aber irgendetwas zu kräftig wird. Sommerbiere müssen ausgewogen sein, und das ist ohne Zweifel bei diesem hier trefflich umgesetzt.

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2 Antworten zu Eine Stufe hopfiger: Brooklyn Brewery

  1. tonari schreibt:

    Ich werde im Oktober vor Ort testen. Hach, ich freu mich drauf.

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