Brauerei Fischer Greuth

Fischer-Stand am Nürnberger BierfestIm äußersten Norden Mittelfrankens braut Norbert Fischer erstklassiges Bier. Ich hatte anlässlich des Nürnberger Bierfests jüngst die Gelegenheit, Lager und Rauchbier zu trinken. Hier eine Einzelkritik zu diesen beiden Bieren.

Fischer Greuth war beim legendären Start der Landbieraktivitäten am 14.08.1993 dabei (über dieses Datum demnächst mehr). Seitdem bin ich viele Male dortgewesen, um die außerordentlich wohlschmeckenden Biere zu genießen. Auch der Karpfen kann sich sehenlassen, und je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr bin ich der Meinung, dass der Brauereigasthof Fischer sträflicherweise in der Karpfen-und-Bier-Liste hier im Bierblog fehlt! Das i-Tüpfelchen ist der Keller, den es seit einigen Jahren am Ortsrand von Zentbechhofen gibt, und den ich als einen der schönsten der Gegend einstufen möchte.

Da Greuth etwas abseits liegt, bin ich sehr froh, dass Norbert Fischer nun wieder jedes Jahr am Nürnberger Bierfest anwesend ist. Und neulich war es wieder soweit. Ich saß mit Freunden im Nürnberger Burggraben und ließ mir Lager und Rauchbier schmecken. Kleiner Tipp: Unbedingt beim Verkosten diese Reihenfolge einhalten! Probiert man die beiden umgekehrt und trinkt das Lager als Folgebier des Rauchbiers, hat ersteres keine Chance mehr auf der Zunge.

Das Lagerbier vom Fischer-Bräu

Ein Lager, wie es sein soll! Wenig Kohlensäure, dadurch kommt die Malznote deutlich auf der Zunge an. Das sehr sämige Bier bezeichnete einer der Mittrinkenden neulich als „so sämig wie eine pürierte Kartoffelsuppe“, was durchaus als Kompliment gemeint war. Ich würde auch noch die Attribute „grasig“, „getreidig“ und „buttrig“ vergeben. Auf die Gefahr hin, dass ich mich hier jetzt auf dünnes Eis begebe: Das Fischer-Lager ist der westlichste Außenposten solcherlei Geschmacksnuancen. Schon in Zentbechhofen geht es deutlich steigerwaldartiger zu, indem dort gleichsam der herbere und saurere Steigerwaldbier-Geschmack beginnt.

Das Rauchbier vom Fischer-Bräu

Norbert Fischer zapft mein RauchbierDas Rauchbier aus Greuth ist deutlich weniger geraucht als das  bekannteste Rauchbier, das Schlenkerla aus Bamberg. Ich habe schon erlebt, dass Personen, denen ein Rauchbier üblicherweise gar nicht schmeckt, dennoch dem Fischer-Rauchbier zugesprochen haben.

Die Rauchnote ist also wenig ausgeprägt, aber dennoch spürbar und sehr angenehm vorhanden. Zumal sie eingebettet ist in eine prächtige Malzigkeit, während der Hopfen etwas in den Hintergrund rückt und letztlich erst nach dem Hinunterschlucken spürbar ist.

Weitere Informationen zum Fischer-Bräu

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2 Antworten zu Brauerei Fischer Greuth

  1. Kasandra Ficklin schreibt:

    sehr gut geschrieben.

  2. Pingback: Biergärten und Bierkeller rund um Erlangen | bierfranken

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