Ein Schlenkerla in der Schranke

Was habe ich nicht schon alles übers Schlenkerla-Rauchbier gehört: Schinkenbier! Igitt, das schmeckt nach Lachs! Dann lieber Zigaretten rauchen! Ich mag es sehr gerne, allerdings nur an drei Orten weltweit. Unter anderem in der Gaststätte “Zur Schranke”.

In der Schranke am Tiergärtnertorplatz  steht das Rauchbier als Sonderbier zwischen allerlei Augustiner-Herrlichkeit auf der Karte. Nichts gegen das für Münchner Verhältnisse zumindest trinkbare Augustiner, aber Frau und Herr Gerber, die Wirtsleute, zapfen das Schlenkerla derart gut, dass ich dort noch nie etwas anderes getrunken habe. Übrigens nennen alteingesessene Nürnberger die Wirtschaft einfach wie das Bier “Schlenkerla”, weil sie früher so geheißen hat.

Vom Wesen des Schlenkerla (Wirtschaft)

Im Innenraum ist es in der Schranke sehr gemütlich, hier hat es möglichweise vor 300 Jahren auch nicht viel anders ausgesehen. Und der Biergarten befindet sich mitten auf einem der schönsten Plätze der Nürnberger Altstadt. Am Essen scheiden sich die Geister, ich habe probierend beobachtet, dass die Braten etwas lieblos zubereitet sind. Aber wenn der Gast Bratwürste bestellt (auch blau erhältlich!) oder einen Schlenkerlas-Kees (das ist letztlich ein selbstgemachter Obatzter), kann er nicht nur nichts falschmachen, sondern bekommt beste Hausmanskost vorgesetzt. Auch die Innereien sind sehr zu empfehlen (zum Beispiel die sauren Nierla)!

Vom Wesen des Schlenkerla (Rauchbier)

Das Netz ist voll mit Attribuierungen dieses Bieres. Ich mach’s kurz: Sehr dunkel in der Optik, sehr rauchig im Geschmack, aber kaum im Geruch. Trotz der kräftigen Rauchmalznote schmeckt man schönen, spitzen Hopfen. Die Konsistenz – wenn es richtig gezapft ist – ist ein Traum von “Durch-die-Kehle-Rinnen”.

Dieser einzigartigen Konsistenz ist es geschuldet, dass ich , wie eingangs erwähnt, das Schlenkerla nur an drei Orten genieße: In der “Schranke”, im Bamberger Schlenkerla selbst und, man lese und staune, am Bierausschank gegenüber der Feuerwehrwache auf der Fürther Kirchweih. Um Himmels Willen das Schlenkerla nie aus der Flasche trinken, da stufe ich es als ungenießbar ein. Woran das liegt – keine Ahnung.

Hier noch ein paar Bilder vom “Schlenkerla” (Wirtschaft). Über das Bamberger Schlenkerla gibt’s womöglich demnächst auch noch einen Beitrag hier im Bierblog, das gleiche gilt für die Fürther Kirchweih, die auch nicht mehr lang auf sich warten lässt.

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3 Antworten zu Ein Schlenkerla in der Schranke

  1. Christian Buggisch schreibt:

    Tatsächlich habe ich bis jetzt ein, zwei Mal so ein Rauchbier getrunken – und fand’s furchtbar. Aber immer aus der Flasche, vielleicht war das der Fehler. Also bei Gelegenheit noch mal eine neue, frisch gezapfte Chance für das Rauchbier … (Aber: Lachs??? Never ever …)

  2. Pingback: Kein Neujahrsbier in der “Hütt’n” | bierfranken

  3. Pingback: Ein Biertrinkerhoch auf die Vorstädte | bierfranken

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